Wer hat Anspruch auf Familienzulagen?

Arbeitnehmende, die für minderjährige Kinder sorgen oder junge Erwachsene in Ausbildung unterstützen, haben Anspruch auf Familienzulagen.

Anspruch auf Familienzulagen haben Arbeitnehmende mit einem AHV-pflichtigen Einkommen von mindestens CHF 7110.00 pro Jahr bzw. CHF 592.00 pro Monat. Hat jemand mehrere Arbeitgebende, zählt das gesamte Erwerbseinkommen.

Familienzulagen sind möglich für:

  • leibliche oder adoptierte Kinder
  • Stiefkinder, die überwiegend im gemeinsamen Haushalt leben oder bis zur Mündigkeit gelebt haben
  • Pflegekinder, die unentgeltlich zu dauernder Pflege und Erziehung aufgenommen sind
  • Geschwister und Enkelkinder, für deren Unterhalt die Arbeitnehmenden überwiegend aufkommen
  • Für Kinder im Ausland gelten besondere Bestimmungen.

Wenn Erwerbseinkommen, Renten, Taggelder und Vermögensertrag des Kindes zusammen höher sind als CHF 28’440.00 pro Jahr, besteht kein Anspruch auf eine Ausbildungszulage.

Eine Zulage pro Kind

Pro Kind ist nur eine Zulage möglich. Wenn mehrere Personen für ein Kind Familienzulagen beantragen können, ist diese Reihenfolge entscheidend:

  • wer erwerbstätig ist
  • wer die elterliche Sorge hat oder bis zur Mündigkeit des Kindes hatte
  • wer überwiegend mit dem Kind zusammenlebt oder bis zur Mündigkeit zusammengelebt hat
  • wer im Wohnsitzkanton des Kindes Zulagen beziehen kann
  • wer das höhere AHV-pflichtige Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit hat
  • wer das höhere AHV-pflichtige Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit hat

Höhere Zulage im andern Kanton oder Staat

Arbeitet der andere Elternteil in einem Kanton oder Staat, in dem die gesetzlich festgelegten Familienzulagen höher sind, kann er eine Differenzzahlung beantragen. Selbständigerwerbende erhalten im Kanton Obwalden keine Familienzulagen und keine Differenzzahlung.

Meldepflicht

Änderungen der persönlichen, finanziellen oder beruflichen Verhältnisse, die den Anspruch auf Familienzulagen beeinflussen, sind dem Arbeitgeber oder der zuständigen Familienausgleichskasse umgehend mitzuteilen.